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Artenschutz - Bedrohte Tierarten in Bolivien

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Vorschau: Flussdelphin (Inia geoffrensis)
Flussdelphin (Inia geoffrensis)

Flussdelphin (Inia geoffrensis)

Vorschau: herrlicher Jaguar auf einem Weg bei Concepción
herrlicher Jaguar auf einem Weg bei Concepción

herrlicher Jaguar auf einem Weg bei Concepción

Vorschau: freundlicher Flußdelphin (inia geoffrensis boliviansis)
freundlicher Flußdelphin (inia geoffrensis boliviansis)

freundlicher Flußdelphin (inia geoffrensis boliviansis)

Vorschau: Capybara oder Wasserschwein (hydrochoerus hydrochaeris)
Capybara oder Wasserschwein (hydrochoerus hydrochaeris)

Capybara oder Wasserschwein (hydrochoerus hydrochaeris)

Vorschau: Riesenotter (Pteronura brasiliensis)
Riesenotter (Pteronura brasiliensis)

Riesenotter (Pteronura brasiliensis)

Vorschau: Zwei Riesenottern (pteronura brasiliensis) am Ufer des Rio Paruaguá
Zwei Riesenottern (pteronura brasiliensis) am Ufer des Rio Paruaguá

Zwei Riesenottern (pteronura brasiliensis) am Ufer des Rio Paruaguá

Vorschau: Der Jaguar ist ein vorzüglicher Schwimmer und überquert den sehr breiten und für ihn gefährlichen Rio Iténez nicht weit von Piso Firme entfernt
Der Jaguar ist ein vorzüglicher Schwimmer und überquert den sehr breiten und für ihn gefährlichen Rio Iténez nicht weit von Piso Firme entfernt

Der Jaguar ist ein vorzüglicher Schwimmer und überquert den sehr breiten und für ihn gefährlichen Rio Iténez nicht weit von Piso Firme entfernt

SIMBIOSIS - Mensch und Natur e.V. setzt sich in Bolivien für die hier nachfolgend vorgestellten Säugetiere ein, die dort und anderswo von der Ausrottung bedroht sind. Gerade weil diese Tiere besonders auffallend und schön sind, werden sie gejagt und sind in großer Gefahr. Generell sind alle Tiere dort durch rücksichtsloses Abschießen bedroht. Leider wird auf alles geschossen, was lebt. Deshalb sieht man selten Tiere dort, wo auch Menschen leben.

Die aufgeführten Beispiele stellen die von Bedrohung und tatsächlicher Vernichtung betroffenen Tierarten dar. Die Auswahl beschränkt sich auf Säugetiere und auch nur solche, die auch bei uns mehr oder weniger bekannt sind. Darüber hinaus gibt es aber bei den kleineren Primatenarten viele, deren Populationen dramatische Rückgänge aufweisen. Nach wie vor gibt es auch Säugetiere, die wegen ihres Fleisches gejagt werden, aber sich Habitatsveränderungen anpassen oder eine hohe Reproduktionsrate aufweisen und deshalb weiterhin ziemlich häufig sind. Seltene hoch spezialisierte Tiere oder solche, die wegen ihrer Schönheit und Eleganz oder ihrer Entwicklungshöhe auffallen, werden aber ebenso gedankenlos vernichtet, weswegen das Artensterben immer schneller vorangeht. Für naturschützerisches Eingreifen bleibt nur noch wenig Zeit. Initiativen dazu gehen fast nur von Einzelpersonen und privaten Initiativen aus. Eine Präsenz international bekannter Organisationen „im Felde“ wurde von uns nicht beobachtet.

Jaguar (Panthera onca)

Jaguare sind akut gefährdet. Selten oder fehlen in vielen Gegenden seines früheren Vorkommens aufgrund übermäßiger Bejagung. Verlust von Habitaten durch Abholzung und möglicherweise wegen der immer seltener werdenden Beutetiere.

Puma (Puma concolor)

Überall vorkommend, aber oft selten. Wird von Viehzüchtern verfolgt und ist wegen übermäßiger Bejagung seiner Beutetiere in Gefahr.

Ozelot (leopardis pardalis)

Noch vor einigen Jahren wegen seines Fells intensiv verfolgt. Gegenwärtig aufgrund des Handelverbots viel weniger, aber in vielen Gegenden sehr selten geworden. Noch immer sieht man junge Männer auf dem Lande, die ihren Motorradsitz mit einem Ozelotfell bespannt haben und damit angeben.

Tigrillo oder Margay (leopardis wiedii, Bolivien: gato montés)

Kleiner als Ozelot und wenig bejagt, aber wegen der Abholzung trotzdem in Gefahr und weil es in Fallen gerät, die für Ozelote aufgestellt wurden.

Yaguarundi (herpailurus yaguarundi, Bolivien: gato gris)

Wird zwar nicht besonders bejagt, aber trotzdem recht selten geworden.

Tapir (tapirus terrestris Bolivien: Anta)

In einigen Gegenden noch häufig, aber dort sehr selten oder ausgerottet, wo er wegen seines Fleisches gejagt wird. Mit Hilfe von Hunden und weil er auf das Nachahmen seiner Laute reagiert, ist er von Jägern leicht aufzuspüren.

Ameisenbär (myrmecophaga tridactiyla Bolivien: Oso hormiguero gigante, oso hormiguero bandera)

In einigen früheren Verbreitungsgebieten bereits ausgestorben. Ist weit verbreitet, wird aber ohne jeden nachvollziehbaren Grund gejagt oder gefangen.

Riesenotter (pteronura brasiliensis, Bolivien: Lobo de rio gigante, londra)

Gefährdet. Obwohl häufig in nicht gestörten Gewässern, finden sich solche Gegenden immer seltener. Wird wegen seines Fells getötet und wegen seiner Fähigkeit, fast alle Fische zu fangen. Da sein Lebensraum an Flussufern und in Seen begrenzter ist als der von gefleckten Katzen, ist er noch mehr in Gefahr als diese.

Flussotter (lontra longicaudis, Bolivien: Lobito de rio)

Ähnlich ergeht es dem Flussotter. Dieser zieht aber im Gegensatz zum Riesenotter schnellfließende Flüsse und Bäche und klare Gewässer vor. Selten zu sehen. Der gegenwärtige Grad des Jagddrucks und Verbreitung noch vorhandener Populationen sind weitgehend unbekannt.

Waldhund (speothos venaticus, Bolivien: Perrito de monte)

In Gefahr durch Störungen im Lebensraum und Habitatvernichtung. Die Art ist schon von Natur aus extrem selten und es liegen nur wenige Nachweise und Beobachtungen vor.

Roter Brüllaffe (alouatta seniculus, Bolivien: Manechi colorado) und Schwarzer Brüllaffe (alouatta caraya, Bolivien (Manechi negro)

Sie haben ein großes Verbreitungsgebiet, sind aber durch Habitatfragmentierung und Jagd gefährdet.

Spinnenaffe, weißbäuchiger (ateles belzebuth, Bolivien: Mono araña, marimono)

Wird wegen seiner relativen Größe, d.h. Sichtbarkeit verfolgt und ist damit wie andere Arten von Spinnenaffen in Süd- und Mittelamerika bedroht.

Bibliographie: Mamíferos de los bosques Húmedos de América Tropical, F.A.N., Santa Cruz de la Sierra, 1999.



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