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Verfahren für den Landkauf zum Naturschutz in Bolivien

Urwald in Bolivien

Wir unterstützen den Ankauf von Land, um seine Zerstörung und die Vernichtung der Artenvielfalt zu verhindern.

Aber es ist dort alles nicht so einfach, wie es zunächst erscheinen mag, zunächst einmal, weil nur im Land selbst residierende Ausländer Ländereien erwerben können. Sie zu erhalten ist nicht schwierig, aber um alle Eigentumstitel für Land zu erhalten, muß man eine Aufenthaltsgenehmigung haben. Und auch Bolivianer können unter den gegenwärtigen Gesetzen nur Land bis zu einer gewissen Größe erwerben (d.h. daß eine einzelne Person nicht mehr wie früher zig-tausend Hektar übernehmen kann). Staatsland steht überhaupt nicht zum Verkauf. Es kann nur an sogenannte "Siedler" (colonos) vergeben werden. Es gibt außerdem noch ein Gesetz, daß Privatland eine soziale Funktion erfüllen muß, was gewöhnlich die Abholzung und Soja- oder Maispflanzungen oder Viehzucht bedeutet, obwohl das die magere Bodendecke in ein paar Jahren erschöpft. Deshalb haben wir ein bestimmtes Verfahren entwickelt um von außen die Naturerhaltung zu begünstigen und zu fördern.

Um dennoch Land für den Naturschutz zu erhalten, arbeiten wir seit zehn Jahren mit zuverlässigen und vertrauenswürdigen Bolivianern und Bolivianerinnen, die mit uns Projekte verwirklicht haben.
Die Vorgehensweise ist wie folgt: Wir machen zu verkaufendes Land mit Urwaldbestand ausfindig. Der geforderte Kaufpreis muß sich im üblichen Rahmen halten. Im Regelfalle ist dieser noch immer gering. Das Land sollte vorzugsweise nahe oder angrenzend von schon erworbenem Land sein, um eine größere Fläche erhalten zu können und damit im Sinne des Naturschutz mehr zu erreichen. Es kann aber auch ein anderes attraktives Areal sein, das erhalten werden soll.

Ein(e) zuverlässige(r ) Bolivianer(in) kauft dann das Land. Er/sie entwirft einen Vertragsentwurf mit dem Verkäufer oder den Verkäufern und eine Kopie des Vertrages und ggfs. weitere Informationen werden dem Kooperationspartner zugeschickt. Wenn er/sie den Kauf billigt, und den Kauf finanzieren möchte, schickt der/die bolivianische Käuferin einen von einem Notar beglaubigten Kaufvertrag, der von einem Notar beglaubigt ist, indem die vorgesehene Kooperation beschrieben ist, d.h. die wegen der Finanzierung vorher besprochenen permanenten Rechte des Auftraggebers werden darin festgelegt. Der Erwerber/die Erwerberin wird dann den Kaufpreis an uns oder direkt auf ein Bankkonto in Santa Cruz de la Sierra überweisen.

Als Vermittler können wir garantieren, daß wir solche Vorgänge bereits erfolgreich durchgeführt haben, daß wir unseren Gewährsleuten vertrauen können und daß es bisher nichts zu beanstanden gab. Dennoch, müssen in einem Land wie Bolivien, politische Umwälzungen oder unerwartete Vorgänge nicht, können aber passieren. Es wäre unvorsichtig, solche Risiken nicht zu benennen. Vor dem Hintergrund, daß wir etwas tun wollen, bevor es zu spät ist, sind solche Risiken u.E. vernachlässigbar.

Absolute Sicherheit (falls es die überhaupt irgendwo gibt) hat ihren Preis. Und wo die Landpreise sehr niedrig sind, wie in Bolivien, kann man nicht die gleichen Standards erwarten wie in Europa oder den U.S.A. Wobei man gesehen hat, wie hoch die Sicherheit hier und dort ist, auch wenn man sich auf die angesehensten Geldinstitute verlässt. Verglichen damit ist unsere Offerte hoch überlegen.

Alle Beteiligten sollen sich verpflichten, bestimmte gegenseitige Regeln einzuhalten. Die wichtigste davon ist, daß, wenn jemand auf dem Land wohnen möchte, die Naturerhaltung höchste Priorität behält. Das heißt, daß keine Viehzucht und keine Monokulturen erlaubt sind, keine Jagd und kein Fällen von wertvollen Bäumen. Bei unserer Zielgruppe sicher alles selbstverständlich, aber zur Sicherheit weisen wir vorher darauf hin.

Dies ist unser Angebot nach zehn Jahren Erfahrung mit diesem Gegenstand, mit Erfolgen und Rückschlägen. Wir sind für jeden Vorschlag zur Verbesserung dieser Vorgehensweise offen.



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